Lebenslauf von Hermann Hesse
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Lebenslauf von Hermann Hesse

1877
Hermann Hesse wird in Calw am 2. Juli 1877 geboren. Er stammt aus einer christlichen Missionarsfamilie. Seine Eltern Johannes Hesse und Marie Hesse (geb. Gundert) waren beide für die Basler Mission in Indien tätig. Sein Vater stammt aus einer baltischen Familie. Hermann Hesse hatte insgesamt fünf Geschwister, von denen aber zwei früh verstarben.

1881
Hesse ist zusammen mit seinen Eltern in Basel wohnhaft. Er erwirbt die schweizerische Staatsbügerschaft. Zuvor hatte er die russische, da sein Vater ein baltischer Staatsbürger war.

1886
Die Familie kehrt wieder in die Geburststadt von Hermann Hesse nach Calw zurück.

1890
Hesse besucht die Lateinschule in Göppingen um sich auf das bevorstehende Landesexamen vorzubereiten.

1891
Nachdem er die Lateinschlue erfolgreich beendet hat kommt er in das evangelisch-theologische Seminar in Maulbronn. Als staatlicher Schüler muss Hermann Hesse auf sein Schweizer Bürgerrecht verzichten, woraufhin er die württembergische Staatsangehörigkeit erwirbt.

1892
Nach sieben Monaten flieht Hermann Hesse aus dem Klosterseminar in Maulbronn. Im Juni kommt es zu einem Selbstmordversuch bei Seelsorger Christoph Friedrich Blumhardt in Bad Boll. Im November besucht er das Gymnasium in Cannstatt.

1893
Hesse besteht das Einjährigen-Examen, bricht aber dennoch die Schule ab. Er beginnt eine Buchhändlerlehre in Esslingen am Neckar. Sie Lehre bricht er nach nach drei Tagen wieder ab.

1894
Beginnt er eine Mechaniker-Praktikum bei der Calwer Turmuhrenfabrik Perrot. Entschließt sich jedoch sich eher dem Geistigem zuzuwenden.

1895
Im Oktober 1895 beginnt Hermann Hesse in Tübingen erneut eine Buchhändlerlehre. Bis einschließlich 1899 ist er dort Sortimentsgehilfe.

1899
Hermann Hesses ersten Bucher "Romantische Lieder" und "Eine Stunde hinter Mitternacht" werden publiziert. Zudem arbeitet er als Buchhandelsgehilfe in Basel in der Reich'schen Buchhandlung. Er verfasst erste Artikel für die Allgemeine Schweizer Zeitung.

1901
Hesse begibt sich auf Italienreise und wird Buchhändler im Basler Antiquariat Wattenwyl.

1903
Hermann Hesse geht zusammen mit seiner späteren Ehefrau Maria Bernoulli auf eine weitere Italienreise.

1904
Der Roman Peter Camenzind erscheint. Hermann Hesse heiratet Maria Bernoulli und bezieht mit seiner Frau ein Haus in Gaienhofen am Bodensee.

1905
Der erste Sohn, Bruno, wird geboren.

1906
Unterm Rad wird publiziert bei S. Fischer.

1909
Hermann Hesses zweiter Sohn, Heiner, wird geboren.

1911
Geburt des dritten Sohnes Martin. Hermann Hesse begiebt sich zusammen mit seinem Freund und Maler Hans Sturzenegger auf eine Indienreise.

1912
Hermann Hesse und seine Famile übersiedeln nach Bern, wo sie das Haus seines verstorbenen Freundes Albert Welti beziehen.

1914
Der Erste Weltkrieg bricht aus. Hermann Hesse meldet sich freiwillig, wird jedoch für untauglich befunden. Hesse wird daher der der deutschen Botschaft für den Dienst bei der deutschen Kriegsgefangenenfürsorge in Bern zugewiesen. Er gibt dort Gefangenenzeitschriften heraus und verteilt Lektüren an deutsche Kriegsgefangene. Im November beginnt er Mahnrufe, nicht der nationalsozialistischen Polemik zu verfallen, in Zeitschriften zu veröffentlichen.

1916
Hermann Hesse muss mehrere Schicksalsschläge erleiden. Im März stirbt sein Vater und sein dreijähriger Sartin erkrankt an einer Gehirnhautentzündung. Hinzu kommt noch die ausbrechende Schizophrenie seiner Ehefrau Marie. Hesse bricht seinen Dienst bei der Gefangenenfürsorge ab und begibt sich in psychotherapeutische Behandlung.

1919
Hermann Hesse Trennt sich von seiner Frau und den Kindern, die alle bei Freunden untegebracht werden. Die Wohnung in Bern wird aufgelöst und Hesse zieht schließlich im April ins Tessin.

1922
"Siddhartha - Eine indische Dichtung" wird publiziert.

1923
Hermann Hesse erhält zum zweiten Mal die Schweizer Staatsbürgerschaft, die er 1890 als staatlicher Schüler in Göppingen ablegen musste.

1924
Eheschließung mit Ruth Wenger, die Tpchter der Schweizer Schriftstellering Lisa Wenger.

1927
Der Roman "Der Steppenwolf" wird publiziert. Auf den Wunsch seiner Frau Ruth wird die Ehe nach bereits drei Jahren wieder geschieden.

1930
Die Erzählung "Narziß und Goldmund" wird publiziert.

1931
Hermann Hesse heiratet die Kunsthistorikerin Ninon Dolbin und bezieht mit ihr das "Casa Hesse" in Montagnola.

1932
"Die Morgenlandfahrt" wird publiziert.

1939
Der Zweite Weltkrieg bricht aus. Hesses Werke gelten als unerwünscht in Deutschland.

1942
Der Druck des Glasperlenspiels wird vom Propagandaministerium nicht gewährt.

1943
"Das Glasperlenspiel" wird bei Fretz und Wasmuth (Zürich) publiziert.

1946
Hermann Hesse erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt und den Nobelpreis für Literatur.

1947
Hermann Hesse wird zum Ehrendoktor der Universität Bern ernannt.

1955
Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels wird Hermann Hesse verliehen.

1962
Hermann hesse stirbt am 9. August in Montagnola an einem Gehirnschlag.

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