Altburg - Stadteil von Calw
Altburg hat 2800 Einwohner, verfügt über eine Grundfläche von 1.120 Hektar, liegt
430 m bis 670 m über dem Meeresspiegel, ist seit 1975 ein Stadtteil von Calw und liegt östlich am Rand vom Nordschwarzwald. Vom höchsten Punkt sieht man bei schönem Wetter bis zur Schwäbischen Alb. Zu Altburg gehören die Teilgemeinden Speßhardt, Weltenschwann, Oberried und Spindlershof.
Altburg ist 830 im Codex von Hirsau als Altbura genannt. 1075 ist es in einer Urkunde von Kaiser Heinrich IV erwähnt als Altpuren. Dies bedeutet zu den alten Häusern. Später wurde daraus Altburg. 1150 ist ein Hermann von Altburg mit seiner Ehefrau Kunigunde urkundlich erwähnt. Altburg gehörte den Grafen von Calw. Lehensinhaber waren u. a. Konrad von Waldeck und die Vaihinger. Zuletzt waren die Herren von Bouwinghausen-Walderode in Altburg. Sie verkauften 1759 Altburg an Württemberg.
Von der Burg ist heute nur noch der Burggraben erhalten. 1522 war die Burg eine Ruine. An das spätere ehemalige Schloß der Herren von Bouwinghausen erinnert nur noch der Straßenname „Schloßstrasse“.
Sehenswert ist die Martinskirche in Altburg. Der Turm ist um 1200 erbaut. Das Kirchenschiff einst spätromanisch wurde im Stil der Spätgotik umgebaut. Wunderschön sind die alten Wandgemälde in der Kirche, gemalt um 1400. Die Altburger Kirch besitzt ein Tonnengewölbe. Dieses findet man bei Kirchen sehr selten. Bei der letzten Renovierung wurde es mit den ursprünglichen Mustern und Farbtönen neu bemalt. Der Chor wurde von Hirsauer Steinmetzen erstellt. Der Taufstein ist gotisch, ebenso wie das schön geschnitzte Kirchengestühl im Chor.
Die Altburger Kirche war einst eine Filialkirche von Stammheim und versorgte ursprünglich die Orte Würzbach, Naislach, Weltenschwann und Speßhardt je zur Hälfte, Oberreichenbach, Siehdichfür, Oberkollbach, Ebersbühl (Eberspiel), Spindlershof, Oberried, Alzenberg, Wimberg (Windhof), Rötenbach (Teil). Der alte Kirchhof enthält noch vereinzelte Gräber. Der neue Friedhof liegt seit einigen Jahren außerhalb des Ortes. Das Bauernhausmuseum gibt einen Einblick in die bäuerliche Kultur des Ortes.
An die Beguinen und Dominikanerinen zu Altburg erinnert noch der Strassenzug „Im Klösterle sowie die alten Grabplatten bei der Kirche.
Bekannteste Persönlichkeit ist der Pfarrvikar Bohnenberger. 1795 begann er die Arbeiten der bekannten „Charta von Schwaben“, eine geographische Landkarte. Ausgangspunkt für seine Berechnungen war das alte Sternwartenhäuschen.
Altburg war einst ein reines Bauerndorf mit Ackerbau und Viehzucht. Im 19. Jahrhundert verdienten Taglöhner ihr Brot als Weber oder in den Fabriken in Calw. Heute hat es sich zu einem modernen Stadtteil mit einer sehr guten Infrastruktur gewandelt.
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